Endstufe mit LAN Überwachung.

  • Hallo Zusammen,

    mir ist eine andere NOKIA SSPA Endstufe mit einem BLC8G22LS-450AV über den Weg gelaufen, die ich dann nach den Anregungen von SP5XMU und SP8XXN zum Teil für 2400MHz umgebaut habe.

    Siehe www.sp5xmu.pl/blc/



    Die Endstufe habe ich auf eine Kühlschiene 200x100mm von Fischer Elektronik montiert.

    Hier die Bohrmasse.

    Freecad Version 0.19

    Endstufe.FCStd


    Elektrischer Umbau:

    Den Eingang habe ich anders gemacht.

    Das Dämpfungsglied im Eingang von 1,26dB habe ich drin gelassen, denn Anpassung kann nicht schaden. Drei Kondensatoren und eine Spule habe ich entfernt. Der Widerstand 150 Ohm wurde durch 120 Ohm ersetzt. Jetzt sieht die Anpassung so aus.



    Den Kondensator hinter dem Treibermodul habe ich durch zwei 0p5 ersetzt. Die Plätze waren ja da. Ist halt ein bisschen Symetrischer.




    Die Standbysteuerung habe ich mit zwei Widerständen (2k2) außer Betrieb genommen und nicht wie Vorgeschlagen auf 28 Volt gesetzt. Bei mir dann mit 14 Volt.


    Den Kondensator 1p8 am Eingang des linken LDMOS habe ich nicht übernommen, da er bei mir dann ins Schwingen kam.


    Den Rest habe ich von der Beschreibung SP5XMU und SP8XXN übernommen.



    LAN Überwachung:

    Wie bei meiner ersten Endstufe habe ich wieder einen Arduino NANO verwendet mit einem ETH Chip W5100. Dieser ist etwas Intelligenter als der ENC28J60. Hierdurch spart man etwas Speicherplatz.

    Gesteuert wird wieder mit der PTT vom Pluto nach Masse.


    Folgende Daten werden über das LAN-Kabel übertragen:

    Endstufentemperatur.

    Eingangsspannung.

    Lüfterspannung.

    Endstufenspannung.(LDMOS)

    Endstufenstrom.

    Lüfterleistung in Prozent.

    Vor und Rücklauf. Ist noch in Arbeit. (entweder mit Rail to Rail oder logarithmischem Verstärker (I²C-Bus))


    In der Software muss man folgende Parameter einstellen:

    IP-Adresse.

    Lüftertype. Mit oder ohne Elektronik (PWM), Reichelt Lüfter (nur Ein oder Aus).

    Widerstände die für die Spannungsmessung verwendet werden. Dieses ist vor dem Einlöten zu tun und dann halt in der SW eintragen.

    Abschaltstrom.

    Abschalttemperatur.


    Der erste Stepdown Wandler muss ein XL1509 sein. Weil nur dieser 40V Eingang verträgt. Ich habe ihn so Modifiziert, das man nun eine Spannung bis 24V einstellen kann. Vorsichtshalber, da die anderen Stepdown Wandler hieraus versorgt werden und nur 28V vertragen.

    Die beiden anderen sind fest auf 5 Volt eingestellt. Einmal für die CPU und bei mir halt auch für die Treiberspannung.

    Bei dem Treiber Stepdown wurde der Pin7 angezapft (Output Enable), damit er auch mit geschaltet werden kann.


    Bei der Inbetriebnahme, sollte nur die Steuerung getestet werden ohne das die Endstufe angeschlossen ist. Als Last, einfach einen 10 Ohm mit X-Watt anschließen. Dann kann man halt alles in Ruhe testen.

    Erst wenn alles zur Zufriedenheit geht, die Endstufe anschließen.


    Bei meinen ersten Versuchen habe ich nur den Pluto angeschlossen. Hierbei kamen dann bei 28V und 4,9A 35W raus. Bei einer Ansteuerung von 20mW und 28V und einem Strom von 20A kamen dann 200W. Mehr Eingangleistung habe ich mich nicht getraut rein zu geben da halt alles für 20A ausgelegt ist.


    Die Temperatur, die durch zwei Lüfter geregelt wird, hielt sich auch in Grenzen.


    Von der Durchlass-kurve der Endstufe mache ich die Tage mal mit Specky eine Aufnahme.


    Wenn man Platinen benötigt, sprecht mal den Dirk DH4YM an, der ist bestimmt behilflich. Meine hatte ich mit der CNC-Fräse gemacht.


    Treiber:

    Da der Pluto und die Endstufe keine Selektionsmittel aufweisen, habe ich mich dazu Entschieden einen Teil der Endstufe von PA3AXA zu verwenden. Das Endstufenmodul auf der Platine habe ich weg gelassen.

    Hier werden halt zwei Filter für 2,4 Ghz verwendet.




    Als Alternative kann man auch das Endstufenmodul vom Funkamateur 4/20 einsetzen, wobei man den Endverstärker Chip halt durch einen keineren einsetzt muß.


    Das SWR-Meter wollte ich vielleicht nach der Idee von DJ0ABR mal mit Semi-Rigid-Kabel versuchen.

    Vielleicht hat der Eine oder Andere noch eine gute Idee was man noch Optimieren kann!





    73 Ulrich

  • Auf die Schnelle habe ich ein Wattmeter für die Endstufe mit einem Diodenmesskopf gebaut.

    An einem N-Stecker, einfach die Widerstände und die Dioden gelötet, fertig.

    Beide Varianten sind gleichwertig.

    Mit einem Messsender lässt sich der Messkopf leicht von -20dBm bis 13 dBm Eichen. Das habe ich mit dem R&S/HM8135 getan. Ging halt nur bis 13dBm Output, daher 200Watt max mit 40dB Richtkoppler. In Verbindung mit einem Richtkoppler aus dem Mobil-Bereich (China, AliExpress für 8-15€, einem Frequenzbereicht von 800-2500(2700)MHz), einer Auskopplung von 10,20,30 und 40dB, bis max 300Watt), ist man in der Lage problemlos von 1mW bis 200 Watt geeicht zu messen.

    Die Spannung wird dann dem Rail to Rail OP zugeführ (siehe Schaltbild), der nur zur Impedanzwandlung dient und den Arduino speist.

    In der Software wird dann mit einem Polynom in Watt umgerechnet. Den Rücklauf, kann man, wenn man möchte, mit einem 30dB Koppler machen.

    Neue SW und Schaltbild hänge ich an.


    73 Ulrich

  • Guten Morgen Zusammen,

    habe die Software von meiner Endstufensteuerung überarbeitet.


    Es wurde die Verstärkung vom Vor/Rücklauf am OP erhöht damit man die Wandler vom Arduino besser ausnutzt.


    Ferner werden jetzt auch alle Messdaten zum DATV-Easy 2.08 Programm übertragen, die da sind: Temperatur, Endstufenspannung, Endstufenstrom, Vorlaufleistung, Rücklaufleistung. Das SWR im DATV-Easy wir im Programm vom Dominic F1EJP berechnet.


    Die Outputs vom DATV-Easy (2,3,4,5) werden auch ausgegeben und zwar auf den Ports Pin 4,5,6. und der Output 5 hingegen wird auf die PTT umgeleitet.


    Somit ist man jetzt in der Lage alles mit dem Programm DATV-Easy von F1EJP zu Steuern und zu lesen.

    Weiter hin werden natürlich die Daten auf der eingestellten IP-Adresse vom Arduino ausgegeben.


    Vielleicht kann der eine oder andere was hier von gebrauchen.


    Ich suche noch eine Baubeschreibung von einem Richtkoppler (bis 3GHz), der nach Möglichkeit nicht so Aufwendig ist, wie der, der mal vor 50 Jahren in den UKW-Berichten beschrieben war.


    Gruß Ulrich DL3ED