AMSAT-DL Sende- und Empfangsmischer für QO-100 (P4-A)

  • Ich habe die OCXO-Version des V3d-Converters, aber kann sie nicht für FreeDV verwenden. Ist leider zu unstabil. Brauche einen Umbau für GPSDO oder muss den Converter tauschen.

    Ist der Konverter frei von Luftzug in einem Gehäuse verbaut? Die Frequenzstabilität vom OCXO sollte eigentlich reichen.


    Wenn das noch nicht der Fall ist wird auch die GPSDO Stabilisierung nicht helfen.....


    73´s de Robert, DD4YR

  • OE3GBB

    Der OCXO hat 20ppb (0,02ppm) Frequenzstabilität, daran kann es eigentlich nicht liegen.

    Solche OCXO's sind in guten Meßgeräten eingebaut..


    Verwendest Du auch den QO-100 LNB mit dem Referenztakt aus dem AMSAT-Downconverter?


    Wichtig ist, dass der OCXO/TCXO keinem direkten Luftzug ausgesetzt ist.. sonst kann er Temperaturschwankungen nicht schnell genug nachregeln...



    Präzision: mit dem Poti 11 kann man die 40,0 MHz Sollfrequenz ggf. noch fein abgleichen, dazu sollte man aber einen entsprechend genauen Frequenzzähler haben ;-)

  • Ich hatte den 24 MHz Referenztakt für meinen modifizerten LNB verwendet. Wenn ich die CW-Barke ansehe, dann ist die Frequenz nicht ganz stabil, sondern ändert sich immer leicht (trotz SDR-Console - Baken - Stabilisierung).
    Vielleicht ist der Pegel zu gering? Wenn ich das Leo Bodnar GPSDO verwende, ist es optimal stabil.
    Habe auch meinen Pluto mit einem 40 MHz OCXO versucht und ähnliche Variationen gesehen, mit GPSDO war es stabil, auch mit einem externen 40 MHz TCXO war es OK.

    Daher fahre ich derzeit mit 2-Kanal GPSDO (40 MHz for Pluto und 25 MHz für LNB), aber ich wollte den V3D-Vonverter für meine portabel Station verwenden.
    Werde die Tests daher nochmals überprüfen und den Converter in ein Gehäuse einbauen.

  • Das ist ein bekannter Effekt durch Luftbewegung verursacht und typisch für diese OCXO. Ist hier im Forum beschrieben. Lies mal die Antwort #100 von mir weiter oben. Probier das mal dann schauts gleich viel besser aus. Auch die Erläuterung von Peter mit #98 beschreibt das schon. Übrigens, auch der GPSDO ist in einem Gehäuse verbaut ... :-)



    73´s de Robert, DD4YR

  • Hallo zusammen,


    bedingt durch die derzeitige COVID-19 Situation in NRW ist das IUZ und Sternwarte Bochum behördlich geschlossen, d.h. es ist derzeit kein Personal oder nur vereinzelt zu bestimmten Zeiten jemand vor Ort.



    Dies bedeutet das der AMSAT-DL Warenversand faktisch eingestellt ist und wir derzeit keine neuen Bestellungen annehmen können. Wir versuchen noch irgendwie den Versand abzuwickeln, aber es kann zu erheblichen Verzögerungen kommen.



    Wir bitten um Euer Verständnis.

  • Habe den Amsat DL Downkonverter zusammen mit dem modifizierten LNB in Betrieb genommen. Ausgabe geschaltet auf 2 M high Bereich. Hat auf Anhieb mit gutem Signalen gearbeitet. Für den Empfang im 2 M Band verwende ich einen älteren Kenwood Tranceiver TR 9000. Dieser Tranceiver lässt sich bis auf 145,999 MHz abstimmen und nicht darüber hinaus. Die obere Bake kann ich nicht damit empfangen weil der Gesamtbereich durch den TCXO um 28 KHz nach oben verschoben ist. Am Gerät habe ich ein Minidisplay installiert um die Startsequenz und das Einlocken des GPS Moduls zu verfolgen. Leider tat sich erst einmal nichts. Die GPS Antenne befindet sich im Außenbereich und hat freie Sicht zum Himmel. Auch nach längerer Zeit war dieses Modul nicht betriebsbereit. Mir ist klar das ein GPS Modul Daten sammeln muss um zum Lock zu kommen, aber über 30 Minuten noch nichts. Da habe ich einige QSOs durchgeführt und plötzlich arbeitete das GPS Modul und zeigte 11 Satelliten an. Lock war vorhanden und der Frequenzbereich wurde um 28 KHz nach unten gezogen. Danach konnte ich auch die obere Bake empfangen. Leider wiederholte sich dieser Vorgang am nächsten Tag. Habe hier alle Beiträge zum Thema GPS Modul gelesen und auch die Hinweise von IK1IYU beachtet und das Modul unter einer Leuchtlupe auf kalte Lötstellen abgesucht. Auch die Spannung von 3,3 Volt liegt am Antennenanschluss an. Jetzt am 3. Tag läuft das GPS Modul auch nach 3 Stunden Betrieb noch nicht. Wer hat eine Idee um das Problem zu lösen?


    Vor dem Umbau auf den Amsat DL Downkonverter habe ich einen GM 201 LNB am 85 CM Spiegel genutzt. Vom LNB aus wurde ein Kabel auf einen Splitter geführt. An den beiden Ausgängen hatte ich an Ausgang 1 einen Laptop mit der SDRConsole angeschlossen und an dem zweiten Ausgang z. B. eine AOR Scanner. Das funktionierte gut. Nach der Umstellung auf den Amsat DL Konverter benutze ich die Standard Einstellung 24 MHz in Verbindung mit der RX Ausgabe auf den 2 M high Bereich. Die ZF Frequenz des LNB wird wie folgt beschrieben:


    Wegen der Sendefrequenz von QO-100 liegt das Ausgangssignal des LNBs auf ca. 740 MHz. Da LNBs jedoch auf Ausgangsfrequenzen von ca. 1 GHz optimiert sind verliert man dadurch ein paar dB Rauschabstand. Außerdem liegt ein DVB-S2 Signal außerhalb des Empfangsbereichs üblicher Satellitenreceiver.


    Da bin ich nun etwas verwirrt. Frequenz der mittleren Bake 10489,750, LO Frequenz 24 x 390 = 9360 10489,750 - 9360 = 1129,75 MHz

    Welches ist die richtige Ausgangsfrequenz des LNB im NB Mode??



  • DD0KP


    Hallo Heiner,


    Danke für deine Bestätigung. Habe die SDRConsole nicht auf Anhieb wieder zum Laufen bekommen. Benutzt du auch den Amsat DL Downkonverter? Wenn ja, sende mir doch bitte den Wert welche du in die Definitions Spalte der SRDConsole eingetragen hast. Vermutlich bringe ich es dann schneller wieder zum Laufen.


    DH2VA


    Hallo Achim,


    Auf dem beigefügten Foto siehst du die Position der GPS Antenne auf dem Geländer. Das ist die Stelle wo ich im Laufe der Zeit viele GPS Systeme erprobt habe. Z. B. habe ich das Deutsche Fischerei Aufsichts System mit GPS Test Antenne an dieser Position entwickelt oder ein spezielles Treibkörper-System für die Uni Bremen. Das ist eine erprobte Position, alle Systeme liefen mit der Antenne hier einwandfrei.

    An der Position der Antenne wird es beim Downkonverter nicht liegen, denke ich. Werde das Modul noch einmal genau untersuchen.

    Meine Frage dazu, warum wird dann jetzt das GPS Modul V2 als Standard ausgeliefert und ist das auch einzeln lieferbar?


    Unter http://www.seefunk-gmdss.de und dort unter "GPS/DGPS in der Seeschifffahrt" kannst du ansehen welche Systeme ich im Laufe der Zeit entwickelt habe. Bei Interesse kann ich dir auch gerne den ganzen Artikel senden.






  • Hallo,


    DJ7WL: Bitte den kompletten Text lesen, dann wird der Kontext klar. Dieser ist im AMSAT-DL Journal wie folgt beschrieben:


    "Ein üblicher Standard-LNB hat eine Referenzfrequenz von 25 MHz (früher auch 27 MHz). Diese wird im LNB mit 390 multipliziert, woraus sich eine Mischfrequenz von 25 × 390 = 9750 MHz ergibt.

    Wegen der Sendefrequenz von QO-100 liegt das Ausgangssignal des LNBs auf ca. 740 MHz. Da LNBs jedoch auf Ausgangsfrequenzen von ca. 1 GHz optimiert sind, verliert man dadurch ein paar dB Rauschabstand.

    Außerdem liegt ein DVB-S2-Signal außerhalb des Empfangsbereichs üblicher Satellitenreceiver. Daher wurde die Frequenz von 24 MHz als Standard ausgewählt. Im DATV Receiver stellt man als Mischfrequenz IF = 9360 MHz (anstelle von 9750 MHz) ein. QO-100 ist dann z.B. mit dem Octagon SF8008-Satellitenreceiver empfangbar."


    Falls noch Fragen sind bitte gerne melden.


    Viele Grüße


    Matthias


    http://www.dd1us.de

  • DJ7WL Lieber Joachim, ich bezweifle nicht Deine Erfahrung was GNSS Systeme angeht. Ich möchte hier aber (auch für OMs mit ähnlichen Problemen) anmerken, dass die aktuellen GPS Empfänger (je nach Modell) einen 'TIming Modus' haben. Natürlich wird hier ebenfalls das Gleichungssystem gelöst (3 Koordinaten, x/y/z und Zeit t), aber da der Timing Modus nach t auflöst funktionieren die Filter evtl. etwas anders.


    Beispiel: der von mir in einem eigenen GPSDO Design verwendete LEA-6T von ublox kann nach einer 48h Einlernphase prinzipiell mit 1 Satellit (und nicht 4) arbeiten. Er mittelt dazu über 2 Tage den Standort und setzt diesen dann fest (weil im Timing Modus davon ausgegangen werden kann). Und dann reicht 1 Satellit. Leider gilt das nicht für Multipath Empfang (sprich Reflexionen). Was bei Navigation noch tolerierbar ist (10 m Abweichung) sind schon 30 ns.. oder 30% der Periode bei 10 MHz. Deshalb haben die Timing GPS Receiver mehr oder weniger clevere Systeme um das zu filtern. Wenn man es ihnen leicht macht (Sicht auf den ganzen Himmel, keine senkrechten Wände in der nähreren Umgebung) geht es deutlich besser. Es kann aber auch je nach Einstellung dazu führen, dass der RX auf Nummer sicher geht und keine Lösung bereitstellt.


    Ich kenne den MAX-8Q nicht, der scheinbar dem Downconverter beigelegt ist (ich bin am aktuellen Design nicht beteiligt), möchte aber dennoch anmerken, dass der Antennenstandort suboptimal ist. Ob dies ursächlich für die Probleme ist ist natürlich Spekulation.

  • oe3cbs


    Hallo Christoph,


    Wenn du die Inbetriebnahme durchgeführt, hast schreibe hier bitte ob das GPS Modul bei dir funktioniert.

    Mein Modul V1 hat nicht auf Anhieb funktioniert. Werde später hier beschreiben, wie ich es zum stabilen

    Laufen gebracht habe. Hätte gerne auch das Modul 2 bestellt. Habe aber nirgendwo gelesen, warum vom

    V1 auf das V2 GPS Modul gewechselt wurde. Ansonsten funktioniert der Downkonverter gut. Allerdings,

    wenn er ohne GPS Modul betrieben wird lag das Frequenzband bei mir 28 KHz zu hoch. Erst nach der

    Synchronisation mit dem GPS Modul lag die Frequenz richtig. Wenn du den Downkonverter ohne Gehäuse

    betreibst wirst du nicht zufrieden mit der Stabilität sein, also gleich in ein Gehäuse einbauen.


    73 Joachim